Zeitungs- & TV-Berichte
10/2010 |
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Firma GROSS setzt auf Umweltschutz!
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde die Photovoltaikanlage in Anwesenheit von Herrn Bürgermeister Thomas Brunner mit den beteiligten Firmen in Betrieb genommen. In diesem Zusammenhang dankten die Mitarbeiter der GROSS GmbH noch einmal für die sehr gute Zusammenarbeit, sowohl mit der Firma Elektro RÜHL als Anlagebauer, mit der Volksbank Mittelhessen als finanzierendem Mittelstandspartner, mit den Netzwerkpartnern der Ecowin GmbH als kompetentem Beratungsunternehmen und mit der Gemeinde Wettenberg als Standort- und Wirtschaftspartner.
Die PV-Anlage wurde von der Firma Elektro RÜHL aus Kirchvers auf einer Fläche von etwa 1.000 m² errichtet und wird jährlich ca. 34.000 kWh Strom aus Sonnenenergie erzeugen. Zum Einsatz kommen String Ribbon Photovoltaikmodule, die durch ein besonders umweltschonendes Verfahren hergestellt werden. Nach Aussage des Herstellers weisen diese Module im weltweiten Wettbewerbsvergleich den kleinsten CO2-Fußabdruck auf. |
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04.10.2010 Marburger Neue Zeitung |
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Mehrzweckscheune versorgt sich selbstFörderverein nimmt Photovoltaikanlage rechtzeitig in Betrieb
Gladenbach-Frohnhausen (val). Der Förderverein Mehrzweckscheune Frohnhausen hat eine weitere wichtige Etappe auf dem Weg der Fertigstellung des Gebäudes abgeschlossen. Noch pünktlich vor dem 1. Oktober hat der Verein die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Scheune an das Stromnetz angeschlossen und sie am Wochenende auch offiziell eingeweiht.
Diesen Termin einzuhalten, sei aus einem einfachen Grund sehr wichtig gewesen, wie Armin Becker, Vorsitzender des Fördervereins, betonte. "Seit dem 1. Oktober ist die Einspeisevergütung für den Strom um einen Cent gesunken", erklärte er. Statt der jetzt gültigen 33 Cent bekommt der Verein also noch 34 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde Strom. "Man mag denken, dass dieser eine Cent nicht viel ausmacht, aber über 20 Jahre addiert sich das schon", sagte Becker. So lange besteht für die Anlage der noch im Bau befindlichen Mehrzweckscheune jeden Fall Garantie. Labortests zeigten aber, dass sie durchaus eine Haltbarkeit von 35 Jahren haben, bestätigte Dirk Waldschmidt, Verkaufsleiter der Firma Rühl, die die Anlage auf dem Dach installiert hat.
Überschuss erzielen
Insgesamt umfasst sie 96 Module und erbringt eine Leistung von 21,6 Kilowattpeak. Pro Jahr können so bis zu 20 000 Kilowatt in das Stromnetz eingespeist werden. "Das reicht, um den kompletten Strom- und Heizbedarf des Gebäudes zu decken und darüber hinaus auch noch einen Überschuss zu erzielen", sagte Waldschmidt. Damit ist das Ziel der Stadt erreicht, ein autarkes Gebäude zu schaffen, das sich komplett selbst mit der benötigten Energie versorgen kann, sagte Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (CDU). "Schon im Baugenehmigungsverfahren haben wir auf eine perfekte Südausrichtung geachtet, um die Kraft der Sonne voll nutzen zu können", betonte der Rathauschef. Somit komme das Gebäude nun für seinen eigenen Unterhalt auf, ohne dass die Stadt einen größeren Zuschuss leisten muss. Die ersten Werte und der Vergleich mit anderen Anlagen zeigten, dass die auf dem Dach der Mehrzweckscheune sehr gut laufe, sagte Armin Becker. Das unterstreiche, dass es die richtige Entscheidung war, eine solche Ablage zu installieren. Neben den Photovoltaik-Modulen soll demnächst auch noch ein Solarpanel aufgestellt werden. Dieses soll das Gebäude mit Warmwaser versorgen. Die Mehrzweckscheune wird im Zuge der Dorferneuerung für 266 000 Euro errichtet und soll im März 2011 fertig sein. |
(Foto: Valentin) Weihen gemeinsamdie neue Photovoltaik-Anlage auf demDach der Mehrzweckscheune in Frohnhausen ein: (von links) Armin Becker, Kurt Weber, Hermann Schulz, Dirk Waldschmidt, Matthias Schneider, Jürgen Weber, Klaus-Dieter Knierimund Jürgen Freier. |
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05.01.2010 Oberhessische Presse |
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Ehrung für Mitarbeiter und Chefs
Geschäftsführer und Beschäftigte der Firma Elektro-Rühl wurden ausgezeichnet
Während einer Feierstunde ehrten die beiden Geschäftsführer Georg und Wilfried Rühl von der Firma Elektro-Rühl in Kirchvers einige langjährige Mitarbeiter. von Ingrid Lang
Kirchvers. Die Geschäftsführer überreichten den Jubilaren jeweils eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer Kassel. Seit 25 Jahren ist Carsten Abel aus Kirchvers in dem Unternehmen beschäftigt. Er begann seine Laufbahn am 1. August 1984 als Elektrolehrling und wirkt heute als bauleitender Obermonteur. Volker Krause aus Göbelnrod und Detlef Schmidt aus Kirchvers nahmen ihre Tätigkeit als Elektroinstallateure vor 30 Jahren auf. Heute sind beide als bauleitende Obermonteure im Bereich Elektroinstallation tätig. Ebenfalls seit 30 Jahren ist Karl-Heinz Blüder aus Solms in der Firma. Blüder arbeitet unterstützend als Elektromeister der beiden Firmeninhaber. Die beiden Geschäftsführer Georg Rühl und Wilfried Rühl können ebenfalls auf 25 beziehungsweise 30 Jahre Betriebszugehörigkeit zurückblicken. Die Firma Elektro-Rühl beschäftigt zurzeit 40 Mitarbeiter und hat bereits die Ausbildungsplätze für 2010 vergeben. Um eine bessere Lagermöglichkeit zu erzielen und die Logistik zu vereinfachen, wurde Anfang des vergangenen Jahres die Betriebsfläche mit einer Lagerhalle und einer Abstellfläche vergrößert. Zudem wurden neue Arbeitsplätze im Büro geschaffen. Auch das Firmenlogo wurde geändert und weist jetzt zusätzlich ein Qualitätssiegel mit dem Gründungsjahr auf. |
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08.10.2009 Gießener Anzeiger |
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„Regionaler Marktführer in regenerativen Energien“
Elektro-Rühl blickt auf erfolgreiche Firmenentwicklung
LOHRA-KIRCHVERS (ju). Kaum einer würde hinter der eher biederen Fassade der Firma Elektro-Rühl die im beschaulichen Kirchvers im Kreis Marburg-Biedenkopf beheimatet ist, einen innovativen, zertifizierten und mit dem Marketingpreis des Deutschen Elektrohandwerks versehenen, regionalen Marktführer im Bereich der regenerativen Energien vermuten. Seit 1953 ist der Name Elektro-Rühl ein Synonym für Zuverlässigkeit, Termintreue und Leistungsfähigkeit. Vom Seniorchef Walter Rühl als Einzelunternehmen gegründet wuchs die Firma bis zum heutigen Tag kontinuierlich zu einem überregional bedeutenden, geschätzten Unternehmen.
Schon im Jahre 2002 gehörte das Unternehmen zu den Wegbereitern der aufkommenden Solarthermie- und Photovoltaik- Technik. Heute, nach 56 Jahren Firmengeschichte und einem 2001 vollzogenen Generationswechsel, bei dem die heutigen Geschäftsführer Georg und Wilfried Rühl die Geschicke der Firma, die in eine GmbH umgewandelt wurde, in die Hand gelegt bekamen, liest sich das Auftragsbuch des Unternehmens wie ein Who is Who der Photovoltaik und Solarthermie -Technik sowie der Elektro Installationstechnik von prägnanten überregionalen Großbaustellen.
Dort tauchen Betriebe wie die Kompostierungsanlage Cyriaxweimar mit einer Photovoltaik-Anlage von 3 000 Quadratmeter Fläche mit 475 aufgeständerten Modulen und einer Leistung von 99,75 kW auf, oder auch das Edeka Unternehmen in Lohra mit einer Anlage von 492 Modulen und 630 Quadratmetern mit einer Leistung von 81,18 kW. Aber auch ganz normale Einfamilienhäuser mit 28 Modulen auf 36 Quadratmetern mit einer Leistung von 3,4 kW sind vertreten. Im Elektro Installationsbereich tauchen Gebäude und Firmen wie Bürohochhaus Sita, Bürohochhaus Frankfurter Straße und Phillips Bürohochhaus alle in Eschborn, aber auch das Bundesamt für Wirtschaft oder der Pharmahersteller Lilly in Gießen, neben einem ganz normalen Auftrag für die Montage einer einzelnen Steckdose auf.
Individuelle Systemlösungen für Privatkunden, Gewerbe und Industrie, aber auch große Montageprojekte im Frankfurter Raum sichern die Arbeitsplätze von 35 Mitarbeitern die in allen Bereichen der Elektro-Installation durch permanente Weiterbildung und mit Hilfe hochwertiger moderner Ausrüstung eingesetzt werden können. Als Ausbildungsbetrieb hat das Unternehmen bislang mehr als 60 Lehrlinge ausgebildet und dabei die meisten auch in das Arbeitsverhältnis übernommen.
Fluktuation ist bei der Firma Elektro- Rühl eher ein Fremdwort, viele Beschäftigte sind langjährige Mitarbeiter, der älteste ist 32 Jahre im Betrieb und fünf Mitarbeiter haben schon das 25-jährige Jubiläum gefeiert. Um flexibel auf Kundenwünsche eingehen zu können, hat sich die Firmenleitung entschlossen, auch die Schaltschränke ihrer Anlagen selbst zu fertigen. Seit 2003 hat die Firma ihr Angebot um die Bereiche Sanitär-und Heizungsbau erweitert. Eine 2 000 Quadratmeter große Lagerhalle in der die Aufträge auch Kommissioniert werden können kam ebenfalls hinzu. Mit innovativen Komplettlösungen für die Bereiche Sicherheits-Technik sowie Daten- und Netzwerk-Technik startet das Unternehmen mit einem neuen Logo und mit neuen frischen Farben in das 21. Jahrhundert. Das Fachgeschäft bietet in Kirchvers ein breites Warenangebot und Serviceleistungen an. |
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15.09.2009 Gießener Allgemeine |
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Neues Erscheinungsbild zeigt gesamte Geschäftstätigkeit
Lohra (age). Um auch die nunmehr zehnjährige Präsenz im Bereich regenerative Energien nach außen deutlicher zu dokumentieren, hat die Firma Rühl aus Kirchvers ihre Außendarstellung modifiziert. Seit 1953 für Qualität, Zuverlässigkeit, Termintreue und Leistungsfähigkeit in der Elektrotechnik bekannt, gilt dies gleichermaßen für Photovoltaik, Solarthermie, Holzpelletheizungen, Wärmepumpen und Biomasse. Darüberhinaus betreut man die Haustechnik kompletter Liegenschaften. 15 der insgesamt 35 Mitarbeiter sind auf diesem Gebiet tätig, erklärten die Geschäftsführer Georg und Wilfried Rühl. Eine Vielzahl der Angestellten ist seit 25 Jahren und mehr dem von Walter Rühl gegründeten Betrieb treu. |
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13.07.2009 Gießener Allgemeine |
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Dachfläche bringt Schützen 5000 Euro
Schützenverein Kirchvers überließ Dachfläche zwecks Photovoltaikinstallation
Kirchvers. Auch so kann ein Verein zu Geld kommen: Das Dach des Schützenhauses in Kirchvers wird von der Sonne reich beschienen. Diesen Umstand nutzte der Verein und vergab das Dach zur Stromproduktion an den Meistbietenden.
Um die Vereinskasse ein bisschen aufzubessern, hatten die Kirchverser Schützen eine zündende Idee. „Wir fanden es schade, dass unsere schöne und von der Sonne optimal beschienenen Dachfläche des 1999 neu gebauten Schützenhauses brach lag“, erzählte Vorstand Bernd Lenz. Daher bot der Verein verschiedenen Unternehmen im Landkreis das Dach als Nutzfläche für die Installation einer Photovoltaikanlage an. Diese Idee stieß auf Interesse und den Zuschlag erhielt letztendlich der ortsansässige Fachbetrieb Elektro-Rühl. Für die Überlassung der Dachfläche durch den Schützenverein überreichten die Brüder Georg und Wilfried Rühl am Freitagnachmittag einen Scheck von 5000 Euro an den Vorstand des Vereins. Geschäftsführer Georg und Wilfried Rühl treten bei dieser Kooperation als Privatinvestor auf. Die Installation der rund 30 Kilowatt Peak, so werden die Anlagenteile im Fachjargon genannt, auf einer Dachfläche von zirka 260 Quadratmetern wurde von Georg und Wilfried Rühl selbst vorgenommen. Seit Dezember 2008 ist die Anlage am Netz und läuft nach Angabe von Georg Rühl überdurchschnittlich gut. Auch die Zusammenarbeit mit der EON habe sehr gut geklappt und der produzierte Strom, mit dem rund 12 Einfamilienhäuser versorgt werden können, verlässt Kirchvers nicht, sondern wird gleich vor Ort eingespeist. Die Betreiber waren sich sicher, dass die Anlage in den nächsten 20 Jahren einen kleinen aber wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten wird. Groß war auch die Freude der Vorstandsmitglieder über den so erreichten warmen Regen für die Vereinskasse. Auch dass die Firma Rühl den Zuschlag erhalten habe sei begrüßenswert, da die Brüder Rühl schon beim Bau des Vereinshauses vor zehn Jahren den Verein sehr unterstützt hätten, so Lenz. Das Geld solle für Vereinszwecke, insbesondere für die Jugendarbeit und die Anschaffung neuer Sportgeräte eingesetzt werden, betonte der Vorsitzende.
Foto. Die Brüder Riehl übergaben an die Vorstandsmitglieder des Schützenvereins Kirchvers einen Scheck von 5000 Euro Heinz Werner Rink (v.links) Heinz Werner Weimer, Friedrich Fey, Bernd Lenz, Wilfried Rühl, Georg Rühl |
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22.06.2009 Gießener Anzeiger |
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Hundertste Wettenberger Solaranlage wird von Fa. Rühl auf Rathaus installiert
60 Quadratmeter Kollektorenfläche auf dem Verwaltungsgebäude Aspekte von Städtebau und Denkmalschutz berücksichtigt Private Investoren
WETTENBERG (cr). Am 12. Mai dieses Jahres war Wettenberg für die vorbildlichen Bemühungen zum Klimaschutz unter 58 teilnehmenden Kommunen zum Bundessieger durch die Deutsche Umwelthilfe gekürt worden. Dass die Kommune dieses neu errungene Renommee zu Recht besitzt, zeigt die Installation der 100. Photovoltaikanlage. Die neue Anlage auf dem Dach der Gemeindeverwaltung im Ortsteil Krofdorf-Gleiberg hat bei 60 Quadratmetern Kollektorfläche eine Leistung von etwa acht kWp (Kilowatt Peak, also: Spitzenleistung in Kilowatt). Die Kosten betragen 36 000 Euro. Investor sind die Eheleute Ulrike Brockerhoff und Dr. Uwe Grüters aus Wißmar. Installiert wird die Anlage durch die Firma Elektro Rühl. 2005 war die Gemeinde Wettenberg der Innovationskampagne “Solar Lokal³ beigetreten und arbeitet seitdem eng mit der Klimaschutz und Energieagentur Mittelhessen (KEM) zusammen. Begonnen wurde mit 21 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 106 kWp. Vier Jahre später wurden 55 Anlagen mit einer Leistung von 564 kWp in Krofdorf-Gleiberg, 35 Anlagen mit einer Leistung von 370 kWp in Wißmar und zehn Anlagen mit einer Leistung von 185 kWp im Ortsteil Launsbach betrieben.
Damit liegt die Gemeinde Wettenberg zusammen mit der Stadt Lich an vorderster Stelle im Landkreis Gießen. Die bisher in Wettenberg installierte Gesamtleistung von 1120 kWp entspricht einer jährlichen CO2-Einsparung von 850 Tonnen.
Die bisher größten Anlagen wurden mit einer Fläche von 550 Quadratmetern und 65 kWp auf der Reithalle in Krofdorf-Gleiberg, mit 650 Quadratmetern sowie mit 500 Quadratmetern und 60 kWp die Bürgersolaranlage auf der Sporthalle in Wißmar installiert.
Weiterhin wurde eine Anlage mit einer Leistung von 52 kWp. und 86 kWp Leistung im Gewerbegebiet Launsbach installiert.
Dem Ausbau der Solarnutzung kommt in der Gemeinde Wettenberg weiterhin hohe Bedeutung zu. Deshalb wurden mit Diplom-Ingenieur Thomas Runzheimer weitere 14 gemeindliche Einrichtungen begangen und auf ihre Potentiale zur Stromerzeugung analysiert. Die Untersuchung ergab eine mögliche Gesamtkapazität von 183 kWp. Auf Grundlage dieser Untersuchung hat die Gemeindevertretung beschlossen, weitere geeignete Dachflächen interessierten Investoren anzubieten. Die Dachfläche der Gemeindeverwaltung ist mit ihrer Südausrichtung und 45 Grad Dachneigung sehr gut geeignet. Auf eine volle Dachbelegung wurde aus städtebaulichen und denkmalorientierten Aspekten verzichtet und eine Modulreihe unterhalb des Firstes installiert, erklärte der Umweltbeauftragte, Michael Krick.
Die heimische Wirtschaft, insbesondere das Handwerk, hat diese Solaraktivitäten genutzt, denn neben dem umweltfördernden Gedanken soll mit der Initiative “Solar Lokal³ auch die regionale Wirtschaft gefördert werden, erklärte Bürgermeister Gerhard Schmidt. Die KEM errechnete allein im Jahr 2008 einen Umsatz von 16 Millionen Euro durch Photovoltaik im Landkreis Gießen.
Die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung dient zur Erreichung des von der Gemeindevertretung der Gemeinde beschlossenen Ziels, bis zum Jahr 2010 eine CO2 -Reduzierung von 25 Prozent im Gemeindegebiet zu erreichen. Die aktive Nutzung der Photovoltaik wie auch der thermischen Solarnutzung bilden wichtige Bausteine.
Michael Krick, Gerhard Müller und Gerhard Schmidt stellten die hundertste Photovoltaikanlage in Wettenberg vor. Bild: Rüger |
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02.10.2008 |
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Wagner & Co eröffnet ernergieautarke Kollektorfabrik
Heute eröffnete Wagner & Co eine energieautarke Kollektorfabrik in Kirchhain bei Marburg. Auf einer Gebäudefläche von ca. 5.000 m² soll hier die Endfertigung mehrerer Kollektorlinien stattfinden. Die Kollektorfabrik ist auf die Produktion von ca. 200.000 Kollektoren pro Jahr ausgerichtet, das entspricht einer Gesamt-Kollektorfläche von mehr als 60 Fußballfeldern. Das integrierte Energiekonzept der Fabrik sieht eine in der Bilanz autarke Versorgung vor. Die gesamte benötigte Energie wird komplett CO2 neutral mit erneuerbaren Energien vor Ort erzeugt. Der Möglichkeit bei weiterem Wachstum das Gebäude und die Produktionskapazitäten zu erweitern wurde bereits bei der Planung Rechnung getragen. Auf dem Dach der Fabrik befindet sich eine Solarstromanlage mit einer Leistung von 260 Kwp. |
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08/2008 Kabel 1 |
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Kabel 1, Abenteuer Leben, Solarthermie (ca. 16 Minuten / 25 MB) |
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Sonne bietet Abhilfe bei steigenden Kosten
Fernsehteam dokumentiert Einbauarbeiten an einer Solar-Thermieanlage in Kirchvers - Enormer Einspareffekt möglich
KIRCHVERS (eil). "Wer filmt denn da auf dem Dach? Und was wird dort oben gefilmt?" Zwei Fragen, die sich Passanten stellten, die am Haus des Containerdienstes und Baggerbetriebes von Stephan Creter am Ortsrand von Kirchvers vorbeigingen. Dort stand ein Spezialfahrzeug, das seine Ausleger ausfuhr und das Drei-Mann-Fernsehteam von Kabel 1 im Korb soweit nach oben hievte, dass Kameramann, Tontechniker und Redakteur nahe am Geschehen waren. Und dieses Geschehen spielte sich auch auf dem Dach ab, wo die Männer des ortsansässigen Unternehmens Elektro-Rühl eine solar-thermiesche Anlage installierten. Warum aber schaut da das Fernsehen so genau hin, fragten sich besagte Passanten. Franz Jägeler, freischaffender Wirtschafts- und TV-Journalist und Leiter des für den Sender Kabel 1 eine halbe Woche in Kirchvers drehenden Teams, lieferte die Antwort.
Nicht erst seit Kurzem, wohl aber in den letzten Wochen und Monaten brandaktuell, beschäftige Menschen der explosionsartige Anstieg der Energiekosten, so sie auf Heizöl, Erdgas und vor allem auch Sprit für ihre Fahrzeuge angewiesen sind. Immer drängender werden dabei die Fragen, wie man sich dieser Teuerung erwehren könne. Möglichkeiten hierzu gibt es.
Alternative Energiequellen müssen vermehrt genutzt und angesichts der absehbaren Endlichkeit der fossilen Energieträger Öl und Gas auf lange Sicht die Versorgungsprobleme lösen.
Solarthermie ist eine die Energie der Sonne nutzende Technologie. Sie gibt es zwar schon verhältnismäßig lange und deshalb ist sie technisch auch sehr ausgereift. Richtig interessant für den einzelnen Verbraucher wird sie aber durch die hohen und wohl weiter eher steigenden denn sich abflachenden Preise für Öl und Gas. In der wochentäglich zwischen 17.45 und 18.45 Uhr auf dem Privatsender Kabel 1 ausgestrahlten Sendung "Abenteuer Leben - Täglich Wissen" wird den Zuschauern mancher Tipp auf den unterschiedlichsten Gebieten medial serviert. Und demnächst geht es eben eine runde Viertelstunde lang um Solarthermie - am Beispiel des von insgesamt sieben Personen aus drei Generationen bewohnten Hauses Stephan Creter in Kirchvers. Auf dessen Dach - verbunden mit dem Kessel und der Technik in der Garage - installiert die benachbarte Firma Elektro-Rühl die Anlage, beobachtet und dokumentiert vom Kabel-1-Team. Mit dem Ziel, dem Fernsehzuschauer zu zeigen, welche Anlagen und Installationen sinn- und wirkungsvoll sind und wie man kostengünstig zu einer Solarthermie-Installation kommt, die das heiße Wasser für die Heizung und das warme Gebrauchswasser liefern soll und kann. Was kann der Verbraucher, der Hausbesitzer bei der Installierung einer solchen Solarthermie-Anlage selbst tun, um Geld zu sparen? Bei welchen Arbeiten ist es sinnvoll - aus Vernunfts- wie auch Kostengründen - den Fachmann hinzuzuziehen. All dies zu erläutern, hat sich das Kabel-1-Team am Beispiel Kirchvers vorgenommen. Mit Wilfried Rühl, dem Chef der vor 55 Jahren gegründeten Kirchverser Firma Elektro-Rühl, stand ein ausgewiesener Fachmann mit seinen Männern dem Hausbesitzer Creter und dem TV-Team zur Seite. Elektro-Rühl beschäftigt derzeit 35 festangestellte Mitarbeiter. In den letzten zehn Jahren hat die Firma aus dem kleinen Lohraer Ortsteil schon über 1000 Solarthermie- und Photovoltaikanlagen im Großraum Mittelhessen und auch bis ins Rhein-Main-Gebiet hinein installiert.
Alleine im eigenen Dörfchen mit seinen 250 Häusern und gut 900 Einwohnern sind es bis dato 50 Solarthermie- und 27 Photovoltaikanlagen. "Je höher die Kosten für Öl und Gas, desto interessanter wird gerade auch die Solarthermie", so Wilfried Rühl, denn die Amortisationszeit einer Solaranlage verkürze sich im Verhältnis zum steigenden Öl- und Gaspreis. 30 bis 40 Prozent Einsparungspotenzial bei Öl und Gas biete eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach, die die Bereitstellung von warmem Brauch- und Heizungswasser unterstützt. Außerdem liefere sie das gute Gefühl, sich von den Energiekonzernen unabhängiger gemacht zu haben. Ein Trend, der derzeit spürbar zunehme, so Rühl. Nicht von ungefähr greifen daher die Medien, in diesem Falle Kabel 1, die Problematik auf, um den betroffenen und handlungswilligen Verbrauchern Hilfestellung und gute Ratschläge frei Haus zu geben. Gesendet wird der Beitrag - ein genauer Termin steht noch nicht fest - Ende August auf Kabel 1. |
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26.10.2007 |
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Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die GRÜNEN zu Besuch bei Wagner & Co
Am Montag den 06.08.2007 war Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die GRÜNEN, zu Gast bei Wagner & Co.
An der Gesprächsrunde nahmen neben Herrn Bütikofer auch der Marburger Stadtratsfraktionsvorsitzende Dietmar Göttling und der Kreisbeigeordnete Carsten McGovern sowie Wilfried Rühl, Premiumpartner von Wagner & Co und Chef der Firma Elektro-Rühl aus Lohra teil. Die Wagner & Co Geschäftsführer Klaus Schweitzer und Andreas Wagner informierten Herrn Bütikofer über das Unternehmen Wagner & Co. Dabei ging es um Wachstumspläne, Zusammenarbeit mit Handwerkskunden sowie die Entwicklung der Auslandsmärkte.
Im Anschluss gab es eine rege Diskussion über die geplante Novellierung des Energie Einspeise Gesetzes (EEG) in der sich Herr Bütikofer, wie alle Beteiligten, gegen eine Steigerung der Degression aussprachen. Auch über die mögliche Einführung eines regenerativen Wärmegesetzes wurde gesprochen. Die bisherigen Vorschläge, die auf ordnungspolitische Vorgaben durch Bauvorschriften zielen, wurden eher skeptisch beurteilt, eine Verstetigung der Zuschussregelung wie im derzeitigen Marktanreizprogramm bei mittelfristiger Sicherstellung der Finanzierung wurde als die bessere und praktikablere Lösung angesehen.
Der Besuch von Reinhard Bütikofer fand im Rahmen der "Handwerk hat grünen Boden" -Tour statt. Bis zum 7. August hat Herr Bütikofer in den Bundesländern Hessen und Thüringen Handwerksbetriebe und Passivhäuser besichtigt, an Diskussionsrunden mit Architekten, Handwerkern und Vertretern der Immobilienwirtschaft teilgenommen und sich mit Handwerksinnungen und -kammern ausgetauscht. Zentrales Thema war der Klimaschutz, zu dem das deutsche Handwerk einen wichtigen Beitrag leisten kann – und der etwa in den Bereichen Energieeffizienz und dezentraler Energieversorgung dem deutschen Handwerk große Zukunftschancen bietet.
Foto: v.l.n.r. Klaus Schweitzer, Reinhard Bütikofer (Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die GRÜNEN), Wilfried Rühl, Fraktionsvorsitzender Dietmar Göttling und der Kreisbeigeordnete Carsten McGovern (beide Bündnis 90/Die GRÜNEN) sowie Andreas Wagner. |
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16.11.2006 Gießener Anzeiger |
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Sonnenenergie soll in Linden groß rauskommen
Erstes Solarkraftwerk auf dem Bauhof offiziell vorgestellt
LINDEN (pj). Im Rahmen der in Linden geplanten "Bürgersolaranlagen" hat Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz das erste größere Solarkraftwerk in der Stadt Linden vorgestellt. Die Anlage auf den südwärts gerichteten Dächern des Bauhofes kann mit rund 280 Quadratmetern Solarpanelen einen Jahresstromertrag von etwa 30000 Kilowattstunden erwirtschaften. "Wir wollen mit der Photovoltaikanlage vor Augen führen, wie Energie umweltfreundlich hergestellt werden kann", so Lenz bei der Präsentation des Solarkraftwerkes. |
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20.06.2006 Frankfurter Rundschau |
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Weltmeisterin wirbt für Lehrstellen
Fußballerin Nia Künzer ist als WM-Botschafterin für Ausbildung unterwegs / 13 neue Plätze am Donnerstag akquiriert
Die Zahl der Lehrstellen in Mittelhessen nimmt zu, die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt dennoch prekär, weil die Zahl der Bewerber groß ist. Um bei Betrieben für mehr Lehrstellen zu werben, hat die Arbeitsagentur Marburg die Fußball-Weltmeisterin Nia Künzer zur „WM-Botschafterin für Ausbildung" ernannt.
MARBURG - Das 1:0 kam in der zwölften Minute. Da erzielte Fußball-Weltmeisterin Nia Künzer beim Besuch der Firma Elektro-Rühl im mittelhessischen Lohra-Kirchvers den ersten wichtigen Treffer des Tages. Die „WM-Botschafterin für Ausbildung", zu der die Fußballerin von der Marburger Agentur für Arbeit ernannt worden ist, überzeugte Firmenchef Wilfried Rühl, der nun statt der geplanten zwei Azubistellen für Elektroinstallateure drei einrichtet. „Wir haben immer einen Bedarf. Lehrlinge sind die Zukunft unseres Unternehmens", sagt Rühl. Sein Geschäftspartner und Bruder bedauert, dass es zwar an Bewerbungen nicht mangele, jedoch an der Qualität der Bewerber. „Seit Jahren sinkt die Zahl geeigneter Azubis." Die Firma Rühl war nur das erste von acht Unternehmen im Marburger Land, bei denen Künzer und ihr Team von der Arbeitsagentur vorbeischauten, um kurz vor Abpfiff der Bewerbungsphase dem ein oder anderen Lehrstellen-Bewerber noch zu einem Sieg zu verhelfen. Es folgten die Stadtverwaltung Marburg, eine Friseurkette, ein Institut der Universität, ein Hotel, ein Schraubenproduzent und der Technologie-Transfer Mittelhessen. Endsland der Ausbildungsplatz-Akquise: 13 zusätzliche Lehrstellen. „Wow", freut sich Künzer, „wir hatten mit maximal neun gerechnet." Mal schauen, was nun aus ihrer Prognose zum Ausgang des heutigen Viertelfinalspiels wird. Ihr Tipp: „2:1 - natürlich für Deutschland." [...]
STEFAN SÄEMANN |
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13.05.2006 Gießener Anzeiger |
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Strahlende Gesichter bei allen Beteiligten
Auf Reithallendach in Krofdorf-Gleiberg die bislang größte Photovoltaikanlage in der Gemeinde Wettenberg errichtet
WETTENBERG (eil). Ein sprichwörtliches Geschäft auf Gegenseitigkeit mit Nutzen für alle Beteiligten wurde gestern in Form einer ansehnlichen Photovoltaikanlage auf dem großen Dach der Reithalle des Reit- und Fahrvereins Gleiberger Land in Krofdorf-Gleiberg offiziell in Betrieb genommen. Sie ist mit 550 Quadratmetern Fläche die größte Anlage ihrer Art in der Gemeinde Wettenberg. Mit einer Jahresleistung von knapp 60000 Kilowattstunden können rechnerisch 19 Haushalte mit Strom versorgt werden. Mit dem positiven Zusatzeffekt, dass pro Jahr rund 32000 Kilogramm Kohlendioxid eingespart werden. Der auf dem Reithallendach erzeugte Strom aus Sonnenenergie wird von den Stadtwerken Gießen abgenommen und ins öffentliche Netz eingespeist.
Errichtet wurde die Photovoltaikanlage im Laufe von zweieinhalb Wochen von der Firma Elektro-Rühl GmbH aus Kirchvers. Die Investitionssumme liegt bei 355000 Euro. Die angesprochene "Gegenseitigkeit" ergibt sich aus dem Vertrag, den Rühl mit dem Reit- und Fahrverein abgeschlossen hat. Danach übernimmt Rühl anstelle des üblichen Mietzinses die Investitionskosten für die dringend notwendige Reparatur und Sanierung des Daches auf der benachbarten alten Reithalle, zahlt also auf diese Weise die Mietkosten der nächsten 25 Jahre im Voraus. Endet das Vertragsverhältnis im Jahr 2031, geht die Photovoltaikanlage in den Besitz des RuF Gleiberger Land über. Die Gemeinde steht der Nutzung von Solarenergie aufgeschlossen gegenüber. 2004 wurden von Bürgern und Gewerbebetrieben 21 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 105 kWpeak errichtet, 2005 waren es weitere 43 Anlagen mit einer Leistung von 280 kWpeak. Die neueste Anlage auf der Halle erzeugt 65 kWpeak.
Am heutigen Samstag informiert das Unternehmen zwischen 9 und 14 Uhr mit einem Stand an der Reithalle interessierte Mitbürger zu den Themen Photovoltaik, Solarthermie und Heiztechnik. |
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15.12.2005 Gießener Anzeiger |
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Mit Photovoltaikanlagen-Bau gegen den Strom geschwommen
Kirchverser Firma Elektro-Rühl verdreifacht als Vorreiter des Solarstroms ihren Umsatz
Christoph von Gallera KIRCHVERS. Krisenangst? Jammerstimmung? Bei dem alteingesessenen Familienunternehmen Elektro-Rühl in Kirchvers ist davon nichts zu spüren. Höchstens dass Wilfried Rühl Kritik am Gebaren großer Fertighaushersteller übt, anfallende Arbeiten an den jeweiligen Baustellen nicht an ortsansässige Handwerksbetriebe zu vergeben. Aber das ist für Rühl und seinen Bruder Georg nur eine Marginalie. Denn, wie es so schön heißt: Bei dem Unternehmen "brummt der Laden". Vor rund fünf Jahren, so berichtet Wilfried Rühl, sei die Entscheidung gefallen, sich mit Photovoltaik (Umwandlung von Sonnenlicht in Strom) und darüber hinaus mit Alternativen zu Öl und Gas zu befassen. Inzwischen sprechen die Brüder von einer Umsatzverdreifachung und davon, dass sie mit Arbeit gut ausgelastet sind.
"Vor fünf Jahren haben uns alle noch gewarnt. Das sei doch nicht wirtschaftlich. Das rechne sich nie", blickt Georg Rühl zurück. Er ist gemeinsam mit seinen beiden älteren Brüdern Wilfried und Helmut Geschäftsführer des Unternehmens, das heute rund 30 Mitarbeiter beschäftigt. Helmut Rühl ist für den Verkauf der "weißen Ware" in Lollar zuständig. Weiße Ware, das sind Waschmaschinen, Kühlschränke, Spülmaschinen, eben alles, was mit Hausgeräten zu tun hat. "Das Geschäft läuft getrennt von unserem Betrieb hier in Kirchvers", erklären Georg und Wilfried Rühl.
"Unser Betrieb ist mittlerweile 52 Jahre alt. Und unser Motto war immer, sich weder auf den erreichten Lorbeeren auszuruhen noch sich mit dem erschlossenen Markt zufriedenzugeben", sagt Wilfried Rühl. "Als wir uns dafür entschieden, uns näher mit der Installation von Solarzellen auf Dächern zu befassen, hieß es nur, wir sollten das Geschäft doch lieber den Dachdeckern überlassen", gibt Wilfried Rühl Kritikerstimmen aus dem Kreis der Berufskollegen wieder. Die Beschäftigung mit Solartechnik und anderen Alternativen zu Öl und Gas erschien vielen Heizungsbauern als "grüner spinnerter Kram", weiß Wilfried Rühl.
Öl-Branchenprimus British Petrol (BP) selbst begann allerdings schon vor rund 30 Jahren mit der Erforschung dieser Technologien. An die große Glocke habe der Mineralölkonzern dies allerdings nie gehängt.
Aus BP-Führungskreisen selbst sei allerdings mittlerweile die Einschätzung gekommen, dass "Öl und Gas bald zu den Dinosauriertechnologien gehören". Inzwischen, so berichtet Rühl, sei BP der größte Photovoltaik-Zulieferer für ganz Europa und die mittelhessische Firma Wagner Solartechnik aus Cölbe für den deutschen Markt der größte Großhandel für sogenannte Saturnsolarzellen von BP.
Dass sich das Geschäft mit der Photovoltaik inzwischen rechnet, begründet Wilfried Rühl unter anderem mit der BP-Umsatzzahl von 2004. Annähernd 233 Milliarden Dollar habe diese betragen. "Der Photovoltaikanteil nimmt sich da zwar noch bescheiden aus. Aber mit 680 Millionen Dollar wurden hier 2004 erstmals schwarze Zahlen geschrieben", sagt Rühl.
Der deutschen Politik wirft Rühl vor, dass sie diese Entwicklung zu spät berücksichtigt habe. "Zwar gibt es inzwischen einige deutsche Firmen, die auch auf dem Markt sind, der Löwenanteil des Umsatzes fließt aber ins Ausland", sagt Rühl.
Wir müssen eben immer sehen, dass wir irgendwelche Nischen besetzen", erklärt Georg Rühl. In den 80er Jahren war der Betrieb einer der ersten bei der Installation der "Satellitenschüsseln". Als mit dem Siegeszug des PC auch die Netzwerktechnik auf dem Vomarsch war, marschierte Elektro-Rühl mit.
Noch auf einem anderen Gebiet ist das Kirchverser Unternehmen gegen den Strom geschwommen: "Unsere Lehrlinge haben wir immer zur Theodor-Litt-Schule nach Gießen geschickt. Meine Söhne sind dort auch zur Schule gegangen", berichtet Seniorchef Walter Rühl. Zwar gehöre sein Betrieb der Innung im Kreis Marburg-Biedenkopf an, über eine Gastmitgliedschaft aber auch der Gießener Innung. Um seine Söhne und die Lehrlinge zur TLS zu schicken, sei immer wieder ein Antrag gestellt worden. Lediglich einer von über 44 Lehrlingen sei in 50 Jahren lieber nach Marburg zur Berufsschule gefahren. |
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30.06.2005 Fabio Longo |
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Marburg investiert 1,9 Millionen Euro in Solarkraftwerke
Die Universitätsstadt Marburg wird in diesem Jahr kräftig in Solarstromanlagen investieren. Das von einer Bürgerinitiative in Zusammenarbeit mit dem Magistrat im Jahr 2003 eingeführte Bürgerbeteiligungsmodell will die Stadt nun selbst für solare Großinvestitionen im sozialen Wohnungsbau nutzen. Die rot-grüne Mehrheit in der Marburger Stadtverordnetenversammlung hatte bereits im vergangenen Jahr 1,9 Millionen Euro für Solarstromanlagen in den städtischen Haushalt eingestellt, für die 80.000-Einwohner-Stadt eine große Summe.
Ein Team um Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) hat nun dafür gesorgt, dass die Elektro-Rühl GmbH auf Dächern der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GeWoBau die ersten Solarstromanlagen aus Mitteln der Stadt installieren konnte, nachdem die nutzbare Dachfläche auf den Schulgebäuden ausgeschöpft worden war. "Wir werden die 1,9 Millionen Euro noch in diesem Jahr vollständig mit Photovoltaik-Anlagen verbauen", erklärt Bürgermeister Dr. Kahle. "Und für das nächste Jahr werde ich mich bei den Stadtverordneten erneut für eine stattliche Summe einsetzen", kündigt Kahle an.
Klimaschutz und Wertschöpfung vor Ort
Die Chancen für eine Fortführung des Programms seien ausgezeichnet, weil die Koalitionsfraktionen voll hinter dem Projekt stünden, das in diesem Jahr eine solare Spitzenleistung von 430 kWp erzielen soll. "Mit unserer Energiepolitik wollen wir Marburg als Hochburg der erneuerbaren Energien weiter stärken", sagt Dr. Ralf Musket, Stadtverordneter und Vorsitzender des SPD-Arbeitskreises Umwelt und Energie. Die Stadt habe erkannt, dass die Solarinvestition gleich mehrere Vorteile biete. Neben dem Klimaschutz werde die Stadt mittelfristig Geld erwirtschaften und die Wertschöpfung in der Region steigern. Die Installationsfirma Elektro-Rühl und auch deren Großhandelspartner Wagner & Co Solartechnik GmbH haben ihren Sitz im Marburger Umland. "Unser Motto ist: Aus der Region, für die Region", so Bürgermeister Dr. Kahle.
Bürgerbeteiligung mit städtischer Bürgschaft
Vor dem 1,9-Million-Euro-Programm konnten Stadt und GeWoBau seit dem Jahr 2003 rund 500.000 Euro aus Mitteln der Bürger für Solarstromanlagen einwerben. Das in Marburg besonders erfolgreich laufende so genannte "Butzbacher Modell" sichert den Bürgern einen jährlichen Zinsgewinn von 4 Prozent zu. Die Einlagen der Bürger, mindestens 500 Euro, werden als Darlehen behandelt, für das die Stadt eine Bürgschaft übernimmt. Über die Marburger Bürger hinaus können sich alle Interessierten an diesem Programm beteiligen. Ansprechpartner bei der GeWoBau ist Herr Spratte. Er ist telefonisch erreichbar unter 06421 / 91 11 13.
30.06.2005 Quelle: Fabio Longo Solarserver.de © Heindl Server GmbH Bildquelle: Fabio Longo |
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29.04.2005 Gießener Allgemeine Zeitung |
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Besucher erhielten Spartipps bei Energietagen
Lohra-Kirchvers (fer). Über die neuesten Trends rund um das Energiesparen konnten sich die Besucher von Energietagen im Bürgerhaus in Lohra-Kirchvers informieren. Im Mittelpunkt von Fachvorträgen standen die Themen Photovoltaik- und solarthermische Anlagen, digitale Kommunikation, Brennwerttechnik und Heizungsmodernisierung, Sicherheit von Elektroanlagen, Heizungstechnik und Wärmepumpen, Holzpelletsheizsysteme und energieeffiziente Altbausanierung. Außerdem konnte das Messepublikum die Stände von Ausstellern aus der Gemeinde und der Umgebung besuchen und sich dort direkt beraten lassen. |
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16.10.2004 Lohraer Mitteilungsblatt |
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E-Jugend-Kicker aus Lohra freuen sich über neues gesponsertes"Outfit"
Kirchvers (ju). Über einen Satz neue Trikots mit passenden Hosen freuten sich die 16 Jungen der E-Jugend II der Jugendspielgemeinschaft Lohra. Dank einer Spende der Firma Elektro-Rühl in Kirchvers können die Nachwuchsfußballer nun ihr Können in der neuen Spielkleidung unter Beweis stellen. Zusammen mit ihren Betreuern Egon Rühl und Rolf Weiershäuser (rechts) bedankten sich die Spieler bei dem neuen Sponsor, der durch Georg Rühl (links), einer der drei Geschäftsführer des Elektrountemehmens. vertreten wurde. Foto: Beate Jung |
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10.05.2003 Gießener Allgemeine Zeitung |
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Elektro-Rühl setzt auf persönlichen Service
Kirchverser Elektro-Unternehmen feiert 50. Geburtstag heute mit großem Jubiläumstest
Lohra (koe). Walter Rühl war 19 Jahre alt und Betriebselektriker bei der Firma Schunk & Ehe in Heuchelheim, als er sich 1953 selbstständig machte: Im Haus seiner Eltern im Burggarten in Kirchvers richtete er eine Werkstatt ein. Das war der Grundstein für die kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung der Firma Elektro-Rühl GmbH, die an diesem Wochenende 50-jähriges Bestehen feiert. Walter Rühls Söhne Georg, Wilfried und Helmut leiten heute als Geschäftsführer das Unternehmen, das 1960 in ein neues Wohn- und Geschäftshaus am Bornweg umzog.
Nach dem Motto "Wir verkaufen unseren Kunden nicht nur Produkte, sondern persönlichen Service" setzen die Söhne wie schon ihr Vater auf Qualität, Zuverlässigkeit und termingerechte Ausführung der Arbeiten - Merkmale, die den guten Ruf der Firma weit über die Grenzen des Landkreises Marburg-Biedenkopf hinaus begründen. Das Leistungsangebot umfasst heute individuelle Beratung, Planung und den Bau von Elektroinstallationen im privaten Wohnungsbau ebenso wie in der Industrie, Sicherheits- und Datennetzwerktechnik, Solar- und Photovoltaikanlagen, Sprech-und Telefonanlagen, Antennenanlagen sowie Bussysteme und Steuerungsanlagen. Es beinhaltet ebenso die Wartung elektrischer Anlagen, zuverlässigen Kunden- und Reparaturdienst sowie den Verkauf von Hausgeräten. 1980 eröffnete die Firma Elektro-Rühl in Krofdorf die erste Zweigstelle, die 2001 ein früherer Mitarbeiter übernahm. In Lollar wurde 1988 eine zweite Zweigstelle eröffnet.
In den ersten Jahren - 1962 stellte Walter Rühl den ersten Gesellen ein - waren die Landwirte die wichtigsten Kunden. Da die Aufträge zunahmen, kundigte Rühl 1956 bei Schunk & Ebe und konzentrierte sich auf seinen eigenen Elektro-Betrieb, der sich in den folgenden Jahren kontinuierlich weiter entwickelte, nicht zuletzt aufgrund einiger bedeutender Auftrage im Großraum Rhein-Main.
Ein Hinweis auf die positive Entwicklung der Firma, die auch weiterhin expandieren will, ist die Zahl von zurzeit 25 Beschäftigten. Erst kürzlich wurde ein weiterer Mitarbeiter eingestellt. Belege für die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit des Kirchverser Unternehmens sind die Elektroinstallation für den Feuerwehrstutzpunkt in Bad Endbach, das Business-Center Neu-Isenburg und ein großes Parkhaus in Eschborn.
In der Solar- und Photovoltaik-Technik hat Elektro-Rühl inzwischen eine Vorreiterrolle übernommen. Sie kümmert sich um die kontinuierliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter auf diesem Gebiet. Im vergangenen Jahr installierte sie viele Anlagen. Nun nimmt sie selbst eine Sieben-Kilowatt-Anlage auf dem Dach der Werkstatt in Kirchvers in Betrieb.
Gestern Festakt
Walter Rühl habe 1953 den Mut zur Selbstständigkeit bewiesen und damit den Mount Everest bestiegen. Kreishandwerksmeister Helmut Henkel (Marburg) wählte gestern beim Empfang in Kirchvers dieses Bild, um die Leistung des Seniorchefs und das 50-jährige Bestehen der Firma Elektro-Rühl zu würdigen. Zu der Jubiläumsfeier hatten sich zahlreiche Gäste, darunter Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel, der Handwerkskammer, Bürgermeister Hermann Brand sowie Freunde, Kunden und Vertreter der örtlichen Vereine eingefunden. Bürgermeister Brand würdigte nicht nur die Entwicklung und Leistung der Firma, sondern auch das Handwerk, das die Grundlage der High-Tech-Industrie sei. Dr. Ruprecht Barth von der IHK Kassel sagte, ein gutes Unternehmen werfe auch ein fites Bild auf die Region. Die Firma Elektro-Rühl habe sich im Verlauf von 50 Jahren mit Erfolg in eine völlig neue technische Welt eingearbeitet. Georg Rühl, einer der drei Söhne und damit auch Geschäftsführer des Unternehmens, hielt Rückschau auf die Entwicklung des Betriebs, der immer wieder in neue Anlage investiere und stets offen für neue Ideen sei. "Wir haben die Firma fit für die Zukunft gemacht", sagte er. Rühl wies darauf hin, dass das Unternehmen von den 70er Jahren an 44 Lehrlinge ausgebildet habe. Vor dem Essen hielt Norbert Rechlin einen Vortrag über "Regenerative Energien". Die Tatsache, dass Frauen der Abteilung Turnen im Sportverein als Kellnerinnen im Einsatz waren, belegte das gute Verhältnis der Firma zu den Kirchverser Vereinen.
Heute Jubiläumsfeier
Heute findet auf dem Firmengelände mit Festzelt und Biergarten von 10 Uhr an eine öffentliche Jubiläumsfeier mit Fachvorträgen, einer Tombola sowie - für junge Besucher - Racing-Torschusswettbewerb. Kinderschminken und Ballonwettbewerb statt. Essen und Getränke gibt es zum Selbstkostenpreis. Von 17 Uhr an spielen die Südtiroler >Nachtfalken< aus Kastelruth. Zum 50-jährigen Bestehen die Firma außerdem einen Jubiläumsrabatt auf alle Artikel. |
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07.05.2003 MAZ |
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Die Elektro-Rühl GmbH feiert ihr 50jähriges Jubiläum
Lohra-Kirchvers (pm). Im Mai 2003 kann die Firma Elektro-Rühl GmbH auf 50 erfolgreiche Geschäftsjahre zurückblicken. Aus dem anfänglichen Einzelunternehmen, welches 1953 vom Seniorchef Walter Rühl gegründet wurde, hat sich bis zum heutigen Tag ein modernes, bundesweit agierendes Elektroinstallationsunternehmen entwickelt. |
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29.06.2001 Gießener Anzeiger |
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Firma Elektro-Rühl wickelt große Projekte ab
Komplettlösungen in Daten- und Netzwerktechnik
Von Florian Willershausen KIRCHVERS. Für die Kunden, die alle paar Jahre eine Waschmaschine oder einen Wäschetrockner in Lollar, oder den Bürobedarf im Kirchverser Stammhaus kaufen, sieht die Firma recht klein aus. Aber hinter Elektro-Rühl, dem Service-Laden „vom Dorf Kirchvers“, steckt ein modernes Unternehmen, das große Montageprojekte in ganz Deutschland, vornehmlich im Großraum Frankfurt, abwickelt und innovativen Komplettlösungen bietet. Helmut, Georg und Wilfried Rühl sind die Geschäftsführer der Elektro-Rühl GmbH. „Früher haben die Bauern morgens um halb sechs bei mir geklopft, weil die Melkmaschine ausgefallen ist“, erinnert sich der Senior-Chef Walter Rühl. Das war in den 50er und 60er Jahren, als er parallel zu seiner Tätigkeit als Betriebselektriker bei Schunk&Ebe nebenbei kleinere Reparaturen vornahm. Vor allem die Landwirte waren von 1953 an die ersten Kunden. Walter Rühl stattete die Höfe damals mit den ersten Kraftstromanlagen aus. In einem kleinen Schaufenster seines Elternhauses stellte er erste elektronische Geräte zum Verkauf aus.
1961 meldete Rühl sein Geschäft als Einzelunternehmung an – „die Zeiten waren rosig“: Walter Rühl profitierte von einer stetig wachsenden Wirtschaft und gewann viele Stammkunden. Im selben Jahr bezog er den Neubau im Bornweg mit einem etwas größeren Verkaufsraum.
In den 60er Jahren übernahm Walter Rühl mit dem ersten Gesellen die Komplettinstallation der ersten neuen Wohnhäuser in Kirchvers und Umgebung und „für 780 Mark haben wir die Elektronik für ganze Häuser installiert“. Walter Rühls Ehefrau Lydia sei dann durch den Ort gegangen und habe die vereinbarten Raten einkassiert.
Der Durchbruch kam 1963: Die Firma Elektro-Rühl übernahm die Elektro-Installation der zwölf Meter hohen Produktionshalle von Lilly in Gießen-Wieseck. Ein Planungsbüro aus Gladenbach-Mornshausen, das mit einem Frankfurter Architekten zusammenarbeitete, honorierte die gute Arbeiter der Elektriker aus Kirchvers mit der Vergabe ehrgeiziger Projekte im Raum Frankfurt. Elektro-Rühl nahm die Elektroinstallationen für neue Produktionshallen von Sony (Eschbach), Philipps (Eschborn), der Hinterlandhalle in Dautphe sowie der Berglandklinik in Bad Endbach vor. In Zusammenarbeit mit dem Mornshäuser Planer fielen der Firma die Zuschläge für die Installation von zahlreichen Schwimmbädern und Bürgerhäusern im Raum Marburg und Lahn-Dill zu.
Vor gut 30 Jahren fuhr Walter Rühl mit dem ganzen Tross nach Heidelberg zum neu gebauten Hauptquartier der US Army. „Die standen mit den Maschinengewehren hinter uns und haben uns bewacht“, so der Senior-Chef.
Und besonders die Zeit, als nach der Baader-Meinhof-Gruppe gefahndet wurde, ist Walter Rühl in Erinnerung geblieben: „Wir mussten auf dem Weg zu unseren Baustellen zweimal täglich durch sechs oder sieben Polizeikontrollen hindurch“.
1980 expandierte Elektro-Rühl. In Krofdorf bezog die Firma eine Zweigniederlassung, deren Verkaufsraum vor allem mit Fernseh- und Radiogeräten bestückt wurde. Das Stammhaus in Kirchvers wurde erweitert. Acht Jahre später kam die Zweigstelle in Lollar hinzu. Dort stellte Helmut Rühl „weiße Ware“ aus, wie Waschmaschinen, Wäschetrockner, Spülmaschinen und Toaster.
Heute existieren nur noch die Häuser in Kirchvers und Lollar; die Filiale in Krofdorf wurde vor gut zwei Monaten aufgelöst. Zum ersten Januar hat Walter Rühl das Geschäft an seine drei Söhne übergeben. Gleichzeitig erfolgte die Umwandlung in eine GmbH. „Wir möchten unsere Angebotspalette auf viel versprechende Bereiche konzentrieren“, begründet Helmut Rühl den Entschluss die Umstrukturierung.
Helmut Rühl, Chef des eigenständigen Betriebes in Lollar, wird im November dieses Jahres mit seinen drei Mitarbeitern in ein größeres Verkaufsgebäude umziehen, um das Angebot breiter und tiefer gestalten zu können.
Elektro-Rühl konzentriere sich eben nicht auf die Reparatur von Waschmaschine und Fernsehgeräten, sondern biete Komplettlösungen, vor allem im Bereich der Daten- und Netzwerktechnik an. |
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